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Autounfall – was tun?

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Obwohl es in Deutschland jährlich mindestens 2,5 Millionen Mal kracht, stellt ein Autounfall immer eine Ausnahmesituation für alle Beteiligten dar. Der momentane Schock ist meist groß und viele Autolenker fühlen sich überfordert. Daher ist es wichtig, sich schon im Vorhinein über das richtige Verhalten nach einem Unfall zu informieren. 

In diesem Artikel verraten wir dir, wie du bei einem Verkehrsunfall reagieren solltest und was du bei der Unfalldokumentation beachten musst. Zudem erfährst du, weshalb ein unabhängiger Kfz-Gutachter sowie ein fähiger Anwalt bei der späteren Schadensabwicklung äußerst hilfreich sein können.  

Verkehrsunfall – wie reagieren?

  1. Unfallstelle sichern
  2. Rettung rufen & Erste Hilfe leisten
  3. Polizei verständigen
  4. Beweise sammeln
  5. Autounfall dokumentieren
  6. Schaden der Versicherung melden

Richtiges Verhalten nach Autounfall – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Nach einem Autounfall ist es wichtig, sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer nicht weiter zu gefährden. Daher solltest du stets Ruhe bewahren und folgende Schritte nacheinander ausführen: 

  1. Unfallstelle sichern

Als Autofahrer bist du laut StVO dazu verpflichtet, die Unfallstelle ordnungsgemäß abzusichern. Egal ob auf Landstraße, Autobahn oder im Stadtgebiet diese 3 grundlegenden Aufgaben solltest du immer in derselben Reihenfolge erledigen:


  1. Warnblinkanlage aktivieren

  2. Warnweste anziehen

  3. Warndreieck aufstellen


Um andere Verkehrsteilnehmer vor dem Unfall zu warnen, musst du unbedingt die Warnblinkanlage deines Autos einschalten und ein Warndreieck aufstellen. Das Warndreieck solltest du in der Stadt etwa 50 Meter und auf Landstraßen mindestens 100 Meter vor der Unfallstelle platzieren. Bei einer unübersichtlichen Stelle, z. B. nach einer Kuppe oder einer scharfen Kurve, musst du das Warndreieck bereits vor dem Sichthindernis aufstellen. 


ACHTUNG – Unfall auf Autobahn

Beim Absichern einer Unfallstelle auf der Autobahn gilt besondere Vorsicht. Unüberlegtes Handeln könnte dich und andere in akute Lebensgefahr bringen. Stelle dein Auto daher, falls möglich, auf der Standspur ab und schalte sofort die Warnblinkanlage ein. 


Nach dem Anziehen der Warnweste solltest du dein Auto vorsichtig durch die Beifahrertür verlassen und dich hinter die Leitplanke begeben. Das Warndreieck musst du von dort aus etwa 200 bis 400 Meter vor der Unfallstelle auf den Standstreifen stellen. Hierfür kannst du dich an den Seitenpfosten und deren jeweiligen Abstand von 50 Metern orientieren. Vier solcher Pfosten ergeben insgesamt 200 Meter Abstand auf der Autobahn.


Sollte dein Auto jedoch auf der linken Fahrspur liegen bleiben, darfst du weder die Straße überqueren, noch das Warndreieck aus deinem Kofferraum holen. Stattdessen solltest du vorsichtig den Grünstreifen zwischen den zwei Fahrtrichtungen aufsuchen und unverzüglich die Polizei rufen. Bis zu deren Eintreffen musst du die nachkommenden Fahrzeuge ca. 200 Meter vor der Unfallstelle mittels Armzeichen warnen.  

2. Rettung rufen & Erste Hilfe leisten

Bei schweren Verkehrsunfällen werden leider auch öfters Menschen verletzt. Sollte es bei deinem Unfall also Verletzte geben, musst du diese bei Möglichkeit aus der Gefahrenzone bringen. Bevor du jedoch mit den Wiederbelebungsmaßnahmen beginnst, solltest du unbedingt einen Rettungswagen rufen. Den Rettungsdienst erreichst du europaweit unter der Nummer 112.


Auch bei scheinbar leichten Verletzungen empfiehlt es sich dennoch die Rettung zu verständigen. Manche Kopf- oder Halswirbelverletzungen machen sich nämlich oft erst nach Abklingen des Schocks bemerkbar. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, solltest du dich sowie auch andere Unfallbeteiligte vom Rettungsdienst untersuchen lassen.


Erste Hilfe bei Verletzungen

Versuche die verletzte Person so wenig wie möglich zu bewegen und stoppe starke Blutungen mithilfe eines Druckverbands. Wenn das Opfer ansprechbar ist, solltest du diesem gut zureden und über die baldige Ankunft der Rettung informieren. 


Ist das Opfer hingegen bewusstlos, überprüfst du zunächst die Atmung. Bei aufrechter Atmung bringst du die Person anschließend in die stabile Seitenlage. Falls du jedoch keine Atmung feststellen kannst, solltest du mit der Wiederbelebung (30x Drücken, 2x Beatmen) beginnen. Du kannst dir hierfür auch Passanten oder unverletzte Beteiligte um Hilfe bitten.  

3. Polizei verständigen

Bei einem Autounfall, ausgenommen Bagatellschäden, solltest du grundsätzlich immer die Polizei verständigen. Dies gilt insbesondere bei Unfällen mit Verletzten und hohen Sachschäden. Aber auch wenn die Unfallstelle nicht ausreichend abgesichert werden kann, wie z. B. auf der Autobahn, musst du unbedingt die Polizei um Unterstützung bitten.


Weitere Gründe für eine Verständigung der Polizei sind Straftaten wie Fahrerflucht, Alkoholeinfluss oder Drogenmissbrauch. Zudem kannst du die Polizei auch bei Streitigkeiten mit dem Unfallgegner bzw. einer unklaren Schuldfrage rufen. Das kann später auch die Schadensregulierung wesentlich vereinfachen und beschleunigen. Dennoch empfiehlt es sich, ein unabhängiges Kfz-Gutachten erstellen zu lassen und einen Verkehrsanwalt zu engagieren.    

4. Beweise sammeln

Wenn soweit alles erledigt ist, solltest du dich nun ans Sammeln von Beweisen machen. Am besten verwendest du dafür deine Handykamera oder erstellst eine händische Unfallskizze. Idealerweise fotografierst du den Unfallort aus verschiedenen Perspektiven und hältst auch Beweise wie Bremsspuren, Flüssigkeiten und Glasscherben bildlich fest. 

Natürlich solltest du auch die Schäden an deinem eigenen sowie am Fahrzeug  des Unfallgegners abfotografieren. Fotos vom Straßenverlauf, der Position der Autos und von relevanten Straßenschildern können für die spätere Unfallrekonstruktion ebenfalls nützlich sein.  

5. Autounfall dokumentieren 

Damit du deine Schadensersatzansprüche bei der Versicherung leichter durchsetzen kannst, benötigst du einen Unfallbericht. Hierfür solltest du alle wichtigen Daten notieren, wie:

  • Kennzeichen der Fahrzeuge

  • Namen und Adressen aller Beteiligten sowie Zeugen

  • Versicherungsdaten der Unfallgegner

  • Datum, Ort und Uhrzeit des Unfalls

  • Entstandene Schäden

Wenn du diese beisammen hast, kannst du mit dem Unfallbericht beginnen. Am besten eignet sich dafür der offizielle Europäische Unfallbericht, welchen du immer in deinem Fahrzeug mitführen solltest. Im Notfall kann aber auch ein Schmierzettel ausreichend sein. Wichtig ist, dass du deinen Bericht, sofern möglich, von allen Unfallbeteiligten unterschreiben lässt.  

6. Schaden der Versicherung melden

Als letzten Schritt solltest du den Unfall deiner Kfz-Haftpflichtversicherung schnellstmöglich melden, auch wenn du von deiner Unschuld überzeugt bist. Die Meldefrist für Unfälle findest du in der Regel in deinem Versicherungsvertrag. 

Als klarer Unfallverursacher ist es umso wichtiger, deine Versicherung rechtzeitig über den Verkehrsunfall zu informieren. Wie du dich hingegen bei einem unverschuldeten Unfall verhältst, erklären wir dir im Folgenden. 

Verkehrsunfall und nicht schuld – was tun? 

Bei einem unverschuldeten Autounfall musst du den entstandenen Schaden zusätzlich der Versicherung deines Unfallgegners melden. Solltest du dessen Versicherungsdaten aus irgendeinem Grund nicht haben, kannst du dich unter Angabe des Kennzeichens beim Zentralruf der Autoversicherer informieren. 

Du möchtest dir zeitintensive Verhandlungen und eventuelle Kürzungen des Schadenersatzes seitens der gegnerischen Versicherung ersparen? Dann solltest du dich von Anfang an von erfahrenen Profis unterstützen lassen. Vom unabhängigen Kfz-Gutachten bis hin zum Rechtsschutz – wir von MyGutachter erledigen für dich die vollständige Schadensabwicklung


Grundsätzlich hast du nach einem unverschuldeten Unfall sowieso Anspruch auf ein neutrales Gutachten, die Deckung von Anwaltskosten sowie Schadensersatzzahlungen von der gegnerischen Versicherung. Daher wäre es schade, wenn du dies nicht nutzt. 


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